Position der Landjugend Württemberg-Baden PDF Drucken E-Mail

August 2017

Position gegen Rechts

Landjugend positioniert sich „gegen Rechts“

 

Wir, die Landjugend Württemberg-Baden e.V., sehen es als äußerst wichtig an, junge Menschen in den ländlichen Räumen dahingehend zu fordern, fördern und zu begleiten, ein demokratisches Grundverständnis und Menschenbild zu entwickeln und die demokratische Kultur zu stärken. Nur so ist es möglich, die volksverhetzenden Ideologien und Propagandaaktionen der Rechtsextremen zu unterbinden. Denn Demokratie beinhaltet für uns nicht nur Mitbestimmung, sondern auch Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Solidarität und Gleichwertigkeit aller Menschen.

 

Wir machen es uns zur Aufgabe durch Bildungs- und Aufklärungsveranstaltungen, sowie entschiedenes Handeln, rechtsextremes Gedankengut in den ländlichen Räumen zu unterbinden, um so die ländlichen Räume als attraktiven Lebensraum für junge Leute zu erhalten.

Dabei liegt unser Schwerpunkt darauf, der Jugend in den ländlichen Räumen Vielfalt und Toleranz zu vermitteln, aufzuklären und zu unterstützen, um so rechtsextremem Gedankengut keinen Platz zu bieten.

 

Der Landjugendverband Württemberg-Baden e.V. lehnt jede Form des Extremismus, speziell Rechtsextremismus, deutlich ab. In unserem Leitbild definieren wir uns als eine politisch und konfessionell unabhängige Jugendorganisation, in der Demokratie vorgelebt und gelebt wird. Weiterhin setzen wir uns für ein tolerantes, soziales Miteinander in den ländlichen Räumen ein.

Unter dem Begriff „Rechtsextremismus“ verstehen wir eine Geisteshaltung, die neben ihren eigenen keine anderen Meinungen bzw. Wahrheiten duldet. Rechtsextrem gesinnte Personen lehnen die bestehende freiheitlich-demokratische Grundordnung ab. Sie wollen ein autoritär staatliches System errichten, in dem nationalistisches und rassistisches Gedankengut die Grundlage der Gesellschaftsordnung bilden. Um diese Gesinnung umzusetzen, schrecken rechts Gesinnte manchmal auch nicht vor Gewalt zurück.

 

Auch wir als Landjugend sehen uns mit rassistischem und extrem rechtem Gedankengut konfrontiert und positionieren uns deutlich gegen solche Versuche, vereinnahmt zu werden. Uns liegt es am Herzen, die Demokratie bis in die kleinsten Strukturen unseres Vereins zu tragen und so das Leben in den ländlichen Räumen aktiv zu gestalten und ein friedvolles Miteinander in den ländlichen Räumen zu fördern.

 

Dazu gehört für uns ein klares Bekenntnis: „gegen Rechtsextremismus“

 

Deswegen unterstützen wir die Kampagne des BDL "Fremde werden Freunde"

 

Mai 2015

Position zum Pflanzenschutz

Pflanzenschutz sichert unsere Ernährung,

 

indem er die Erträge der Landwirtschaft stabilisiert. Wird der Pflanzenschutzeinsatz immer stärker reglementiert, können wir die Ertragssicherheit und Qualität unserer Nahrungsmittel nicht mehr gewährleisten.

 

Ausreichend Lebensmittel sind für uns heute selbstverständlich. Vor weniger als 100 Jahren gab es auch in Europa Hungersnöte und Kriege. Durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konnte die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln gewährleistet werden. Seitdem herrscht Wohlstand und Frieden in Europa.

Heute gibt es immer höhere Reglementierungen für Wirkstoffe, was zu einem Wirkstoffverlust führt. Das hat zur Folge, dass Resistenzen schneller entstehen und auf Dauer unsere Pflanzen nicht mehr ausreichend geschützt werden können.

 

Qualität ist das wichtigste Kriterium für unsere Nahrungsmittel. Höchste Qualität bedeutet nicht nur makelloses Aussehen, sondern in erster Linie die Eignung für den Verzehr. Pflanzenkrankheiten können Lebensmittel für den Verzehr untauglich machen.

Damit die Pflanzenschutzmittel nicht den Menschen und die Umwelt schädigen, arbeiten wir Landwirte/innen heute nach den Kriterien des „Integrierten Pflanzenbaus“. Das bedeutet, dass der/die Landwirt/in zunächst durch Fruchtfolgen, Bodenbearbeitung und Sortenwahl den Ertrag sichert. Chemische Pflanzenschutzmittel werden als letzte pflanzenbauliche Maßnahme eingesetzt, um die Pflanze vor Konkurrenzpflanzen, Krankheiten und tierischen Schädlingen zu schützen.

Durch unsere fundierte Ausbildung erlangen wir den Sachkundenachweis. Regelmäßige Pflichtweiterbildungen gewährleisten, dass wir immer auf dem neusten Stand der Wissenschaft sind und unsere Pflanzen, Mensch und Umwelt gleichermaßen schützen.

Im Weinland Württemberg sind die Steillagen ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft. Damit diese weiterhin von Winzern bewirtschaftet und erhalten werden können, ist es wichtig, die Pflanzenschutzbehandlung aus der Luft durchführen zu dürfen.

     

Wir sichern mit Pflanzenschutzmitteln

die Ernährung und den Wohlstand in unserem Land.

Damit wir dies auch weiterhin gewährleisten können, fordern wir

  • die Anerkennung der Qualitätssicherung, durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln,
  • die Möglichkeit, auch weiterhin Pflanzenschutzmittel als letzte Maßnahme zur Ertragssicherung einzusetzen,
  • das Vertrauen in den sachkundigen Umgang des Landwirts mit Pflanzenschutzmitteln,
  • im Weinbau den Erhalt der Pflanzenschutzbehandlungen aus der Luft in Steillagen,
  • zur Resistenzvermeidung:
    • eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln,
    • kein Wirkstoffverbot aufgrund politischer Willkür ohne wissenschaftliche Begründung, Beispiel Neonicotinoid Verbot als Rapsbeize.

 

Wir sind der Meinung, wenn der Pflanzenschutz weiterhin sehr stark reglementiert wird, führt dies zur Verknappung von Lebensmitteln. Die dadurch steigenden Preise führen zu einer Gefährdung des gesellschaftlichen Wohlstands.

 

Mai 2015

Mehr Tierwohl scheitert am Geld

Stellungnahme zum Start der Initiative Tierwohl

„Wir Landwirte wollen das Tierwohl noch mehr verbessern“, erklärt Andreas Müller, Vorsitzender der Landjugend Württemberg-Baden. Er freut sich sehr über die hohe Beteiligung der Landwirte an der Initiative Tierwohl, ist jedoch auch enttäuscht: „nur 46% der startfähigen Betriebe können am 02. Mai 2015 an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Alle anderen gehen vorerst leer aus.“, so der Vorsitzende.

„Es macht mich als Landwirt sehr wütend, da wir nur den Wunsch des Verbrauchers nach mehr Tierwohl erfüllen wollen.“, so der engagierte Junglandwirt Andreas Müller. „Sind der LEH und damit auch der Verbraucher überhaupt bereit, mehr zu zahlen?“, mit dieser Frage steht der Vorsitzende nicht alleine da. Der Verbraucher fordert von der Landwirtschaft mehr Tierwohl, zeigt jedoch nicht die Bereitschaft, mehr für das Tierwohl zu zahlen.

Die Forderung von Andreas Müller als Landwirt und Landjugendvorsitzender ist daher klar und verständlich: “Ich fordere den Handel und somit auch den Verbraucher auf, genug Geld bereitzustellen, damit alle teilnahmewilligen Betriebe an der Aktion Initiative Tierwohl mitmachen können und so dem Engagement und dem Einsatz der Landwirte Rechnung getragen wird.“

Für Fragen wenden Sie sich an die AgrarreferentIn.

 

November 2013

Position zum

Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP)

 

Ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU erzeugt mehr Wirtschaftswachstum. Verbraucher und Unternehmen profitieren davon, da mehr Wohlstand und mehr Arbeitsplätze durch eine bessere gesamtwirtschaftliche Lage zu erwarten sind.

Bei den Verhandlungen muss darauf geachtet werden, dass die Europäischen Standards bei Agrarprodukten, die von den Verbrauchern in der EU gefordert werden, auch eingehalten werden. Wir sind junge Landwirte der Landjugend und investieren viel Zeit und Geld in erhöhte Standards um den Verbraucher und die Umwelt zu schützen. Aus diesen Gründen haben wir höhere Produktionskosten. Durch ein Freihandelsabkommen befürchten wir einen Preisverfall unserer hochwertigen Lebensmittel, dies wiederum hätte den Verlust der Wirtschaftlichkeit unser Betriebe zur folge!

 

Deshalb fordern wir:

Ein Freihandelsabkommen mit Einhaltung der Europäischen Standards für Agrarprodukte.

 

Wir lehnen ab:

-          Die Veränderung unserer Zulassungsverfahren von Pflanzgut, da sich gentechnisch veränderte Sorten im Mais- und Sojaanbau in den USA im Gegensatz zur EU fast flächendeckend durchgesetzt haben.

-          Die Zulassung von Hormonfleisch in der EU. Bei uns ist der Einsatz von Stoffen mit hormoneller Wirkung oder auch Wachstumsförderer verboten.

-          Die Behandlung der Oberfläche von Fleisch z.B. mit Chlor. Wir halten unsere Tier so, dass diese nicht mit gesundheitsschädlichen Bakterien kontaminiert sind. Unsere Hygieneanforderungen in der weiterverarbeitenden Industrie sind hoch genug um auf den Einsatz von fleischdesinfizierenden Stoffen zu verzichten.

Aus unserer Sicht und Erfahrung lehnen die europäischen Verbraucher diese Punkte ebenso ab.

 

Wir Junglandwirte benötigen Planungssicherheit um von unseren landwirtschaftlichen Unternehmen auch morgen noch leben zu können.  Die Zukunft unserer landwirtschaftlichen Betriebe und die Lebensmittelsicherheit darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Zudem ist die gesamte Nahrungsmittelbranche mit vor- und nachgelagerten Bereichen der Agrarwirtschaft ein großer Arbeitsgeber in Europa.

 

Das Freihandelsabkommen bedeutet einen großen Gewinn für die Weltwirtschaft, aber es darf nicht zu einem Verlust der Lebensmittelsicherheit, zum Sterben von landwirtschaftlichen Betrieben und zum Verlust von Arbeitsplätzen in der Agrarbranche kommen.

Für die friedliche Zusammenarbeit innerhalb der EU ist die Wertschöpfungskette des Agrarsektors ausschlaggebend.

Da wir die Gefahr sehen, dass Wirtschaftsinteressen vor Agrarinteressen gestellt werden, fordern wir  den kompletten Ausschluss des Agrarsektors aus dem Freihandelsabkommen, wenn unsere Forderungen nicht eingehalten werden können.

 

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